Die Zugfahrt an der Teufelsnase

Die Vorstellung, auf 1900 Meter Höhe mit dem Zug zu reisen, erscheint unrealistisch aber im Süden Ecuadors ist es möglich! Hier gibt es ein natürliches Monument aus Felsen in 2346m Höhe, das man mit dem Zug befährt.

La Nariz del Diablo – die Teufelsnase ist ein 100 Meter hoher Felsvorsprung über der Schlucht des Rio Chanchán im Berg Pistishi, der an eine riesige Nase erinnert. An diesem Felsen befindet sich das markanteste Teilstück der Zugverbindung von Riobamba (2.754 m) über Alausi(2.360 m) durch mehrere Klimazonen des Landes vom Hochland der Anden nachSibambe (1.806 m) und dann weiter an die Küste.

Um den Felsen zu überwinden, wurden die Gleise in der steilen Wand der Teufelsnase fast übereinander gelegt und durch zwei Spitzkehren miteinander verbunden. So wurde in Zick-Zacklinie ein Höhenunterschied von 500 Metern bewältigt. Als Superlativ wird diese Strecke als eine der kompliziertesten Zugstrecken der Welt gehandelt.

Die Strecke, die damals als ein Meisterwerk der Ingenieurskunst galt, wurde 1861 unter dem konservativen Präsidenten Gabriel Garcia Moreno begonnen und 1908 unter dem liberalen, von der katholischen Kirche als Rebell titulierten Präsidenten Eloy Alfaro beendet. Die Legende besagt, dass Eloy Alfaro einen Pakt mit dem Teufel eingegangen sei um die für die Menschen augenscheinlich unmöglichen  Arbeiten zu beenden und so opferte er hunderte von Leben jamaikanischer Arbeiter des Projekts durch Dynamitexplosionen, Krankheiten, Erdrutsche und Schlangenbisse.

Die Fahrt im Zug beginnend in Alausi dauert etwa 2  ½ Stunden. Von hier aus findet die Verbindung der Anden zur Küste zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen Ursprung . Auf dem Weg wird man Zeuge des beeindruckenden Wechsels der Andenvegetation zu der der Küste und erlebt die einmalige Zugfahrt in Spitzkehren zu dem Ort Sibambe, wo es einen Aufenthalt gibt um den exzelenten Blick auf die Teufelsnase zu nehmen, zu fotografieren, einer Tanzvorführung der einheimischen Tänzer beizuwohnen, das Museum der Zone zu besuchen und einige traditionelle Gerichte des Ortes in der Cafeteria der Zugstation zu probieren um anschließend den Zug für den Rückweg nach Alausi zu besteigen.

Es gibt auch die Möglichkeit in dem Ort Sibambe zu übernachten um von hieraus Wanderungen oder Ausritte zum Beispiel zum Aussichtspunkt der Teufelsnase „Condor Puñuna“ zu unternehmen. So haben Sie die Möglichkeit die Traditionen und Gewohnheiten der Bewohner der Zone hautnah zu erleben.

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