Museum des Künstlers Oswaldo Guayasamin

“ Die Capilla del Hombre setzt sich von der religiösen Seite ab und ist viel mehr ein Zentrum der Meditation und Reflektion über den Werdegang der Menschheit auf diesem Kontinent seit Tausenden von Jahren bis in die heutige Zeit.“

Zitat: Oswaldo Guayasamin

Im Norden Quitos befindet sich das Museum des Künstlers Oswaldo Guayasamin, das aus dem Museumshaus, dem Museo de Sitio und der Capilla del Hombre besteht. Das Letztere wurde von der UNESCO zum „Proyecto Prioritario para la Cultura” (Vorrangiges Projekt für die Kultur) und vom Ecuadorianischen Kongress als „Patrimonio Cultural del Estado Ecuatoriano“ ( Kulturerbe des Ecuadorianischen Staates) ernannt.

Oswaldo Guayasamin ist einer der größten ecuadorianischen und lateinamerikanischen Künstler. Er wurde 1919 in Quito geboren, sein Vater war Indio, seine Mutter Mestizin. Er studierte Malerei und Bildhauerei und 1942 hatte er seine erste Ausstellung.

Aber welchen Charakter hat die “Capilla del Hombre”? Oswaldo Guayasamin begann mit seinem wohl wichtigsten Werk 1996, eine architektonisches Arbeit unter dem Titel „La Capilla del Hombre“ als Huldigung Mensch zu sein, insbesonders zugehörig dem lateinamerikanischen Volk mit all dem Leiden, Kämpfen und Errungenschaften mit  einer Ausstellung, die in der präkolumbischen Zeit beginnt und über die Eroberung, die Kolonialzeit bis hin zur Rassenverschmelzung, der „Mestizaje“ reicht.

Der Ort des Museums und des Hauses Guayasamins ist von astronomischer Bedeutung und einer klaren Linie der Andenregion, die an die Bauweise der Urbevölkerung von mehr als vor 3000 Jahren erinnert. Dieser Ort mit den kulturellen Bauwerken und den beherbergenden Kunstwerken weist eine hohe Identität Lateinamerikas auf.

In dem Haus, in dem Guayasamin selbst lange Zeit lebte, befindet sich seine Werkstatt, eine Ausstellung mit Fundstücken archeologischer Ausgrabungen und eine Bibliothek der bildenden Kunst.

Im Innenhof trifft man auf den Baum des Lebens, wo der Künstler an der Seite seines Freundes und Dichters Jorge Enrique Adum behütet von dem Schatten des Baumes, bestattet wurde. Oswaldo Guayasamin hatte diesen Baum eigenhändig gepflanzt.

Von diesem Punkt aus hat man einen großzügigen Blick auf die Quito und spürt, wie die Architektur des Ortes mit der Landschaft der Stadt verschmilzt. Ein außergewöhnlicher Platz, der einen Besuch wert ist.

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